In zwei Ländern beheimatet, sind Laura Loeters aus Utrecht/Niederlande und der in Hamburg lebende Gregor Sonnenberg es gewohnt, mit ihrer Band THE DAY permanent unterwegs zu sein. Zu reisen, beweglich zu bleiben, von sich immer ändernden Punkten aus gemeinsam zu arbeiten.

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Seit beide sich an der ArtEZ School of Music in Arnhem kennen lernten, bringen sie Entfernungen, Unterschiede, immer neue Ansätze und immer neue Blickwinkel unter einen Hut. Was sich dabei durch alles hindurch zieht, ist der Anspruch, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und auszuprobieren und gemeinsam daran zu wachsen.

Zurückgenommener, melancholischer Popmusik

“In ‘Grow’ geht es ziemlich wörtlich um das erwachsen werden durch unterschiedliche Phasen des Lebens hindurch und die eigene Jagd nach der Weisheit” erzählt Sängerin Laura Loeters. Es ist ein Stück über Abschiede. Ein Stück auch darüber, am eigenen, engen Umfeld ablesen zu können, wie man selbst älter wird.

Laura fügt hinzu:

“Wie bei vielen unserer Stücke klang meine erste Idee viel ruhiger und folkig. Als ich aber bei der Probe mit unserem Schlagzeuger den E-Bass in die Hand nahm, wurde anders als ursprünglich gedacht viel mehr ein treibender Popsong daraus.”

The Day haben bisher zwei sehr schöne EPs in Eigenregie aufgenommen, waren unentwegt unterwegs und haben dabei ihre eigene Version zurückgenommener, melancholischer Popmusik weiter ausformuliert. Mag es an den Distanzen liegen, die beide immer wieder überbrücken, dem ständige Blick in die Ferne (und aus dem Fenster), der vielen Zeit zum Nachdenken: Die Musik von The Day ist intim ohne sich aufzudrängen und erzählt mit von innen kommender Ruhe.

The Day werden im Februar neue Musik auf dem Berlin Label Sinnbus veröffentlichen und präsentieren diese auf ihrer Tour im April.